Runde Miniaturen führen zu "Little Planets", die relativ schnell in hoher Auflösung erkundet werden können, aber doch mehr statisch anmuten. Es gibt eine Steuerungsleiste mit Buttons für die Vollbildansicht, zum Drehen in 90°-Schritten, zum Zoomen ... Diese Ansicht ist mehr eine Vorschau für Kunden, die den "Little Planet" als "Globus" ihres Objektes als Druck präsentieren möchten. Und sie hat natürlich auch besonders als Vollbild ihren eigenen Reiz.

Der volle Informationsgehalt der hochauflösenden Luftbildpanoramen erschließt sich erst in der animierten Ansicht. Es lohnt sich, die Funktionen der Steuerung detailliert zu erkunden, weil erst durch den aktiven Eingriff des Betrachters alle Details preisgegeben werden.


Saalebrücke + Flutbrücken bei Bernburg am 7.Dezember 2015

Um den Umfang der Flutprävention im Rahmen des Bauabschnittes 14 der B6n deutlicher zu dokumentieren, wurde der Abschnitt am 7.Dezember 2015 ein weiteres mal beflogen. Nach einer detaillierten Vorplanung wurde ein Standpunkt gewählt, von welchem aus alle Flutbrücken und die Saalebrücke Bauwerk 104 im Zusammenhang abgebildet werden konnten.


Saalebrücke östlich von Bernburg am 12.November 2015

Für dieses Panorama war erst einmal wandern angesagt. Mit dem Auto war der gewählte Startpunkt nicht zu erreichen. Gut, dass zum Kopter ein wirklich tragbarer Rucksack gehört. Dieser ist zwar den Maßen des Kopters entsprechend groß und nach Menge der mitgeführten Akkus auch schwer. Aber er lässt sich sehr gut tragen und selbst mit dem extra Fotorucksack vor dem Bauch hat man immer noch beide Hände frei.

Der Little Planet ist in der Anfangsorientierung nicht nach Norden ausgerichtet. Oben im Bild sieht man Teile der Ortslage Bernburg, die tatsächlich südwestlich der Brücke liegen. Links unten im Bild sieht man Latdorf.


Rotehornspitze in Magdeburg am 28.Oktober 2015

Einer der schönsten Plätze in Magdeburg. An diesem Tag recht einsam, aber das ist nicht immer so, wie viele Leute wissen und bei hohem Wasserstand auch überflutet. Auch ein FCM-Fan hat sich mit seinem Bekenntnis zum Verein verewigt. Faszinierend die durch den großen Bildwinkel stark wechselnden Reflexionen des Himmels auf der Wasseroberfläche. Das Wasser ist sehr dominierend, es fehlt Schifffahrt.

Auch hier war der Rucksack sehr von Vorteil. Das Licht war relativ gut, so dass mit einer 1000tel Sekunde und Blende 7,1 bei ISO 160 fotografiert werden konnte.


In der Alten Elbe am 2.Oktober 2015

Am 2.Oktober 2015 zeigte der Pegel Strombrücke der Elbe unter 70cm. Die Alte Elbe war in großen Teilen begehbar. Diesen Umstand und das für diesen Tag prognostizierte Wetter zu nutzen zogen wir mit Kopter-Rucksack in die Alte Elbe, um Panoramen des künftigen Baufeldes der neuen Pylonbrücke zu fotografieren.


Das Wasserstraßenkreuz Magdeburg als Little Planets mit Hotspots

tl_files/tib/content/Panoramen/151026_Schiffshebewerk_170x170.jpgtl_files/tib/content/Panoramen/151027_Kanalbruecke/151027_Kanalbrücke_230.jpgtl_files/tib/content/Panoramen/151026_HohenwartheSchleuse/151026_SchleuseHohenwarthe_230.jpg

In Vorbereitung der Ausstattung und Verknüpfung von mehreren Panoramen mit Hotspots habe ich die 3 Hauptbauwerke des Wasserstraßenkreuzes Magdeburg aus 100m Höhe fotografiert. Die Panoramen sind jeweils nach Norden ausgerichtet und mit "Hotspots" erweitert. Das sind kleine Marken tl_files/tib/content/hotspot.png mit einem Text und meistens mit einer zusätzlichen Erläuterung, die dann erscheint, wenn man mit der Maus drüber fährt. Ein weiterer Klick öffnet dann meist ein neues Browserfenster zu einer weiter führenden Website. Die größeren Marken führen zum benachbarten Panorama.

Unterlagen zum Wasserstraßenkreuz selbst sind im Downloadbereich der WSV zu finden.

Die Optik der Kamera (Zeiss 2,8/35mm Festbrennweite) hatte mit der Sonne keine Probleme, selbst, wenn diese direkt in das Objektiv schien. Problematischer war der Dunst, der bei Gegenlicht aus sich selbst heraus zu leuchten schien und in Richtung Sonne jegliches Detail auslöschte.


Luftbildpanoramen in hoher Auflösung

Auf dieser Seite zeige ich hochaufgelöste Luftbildpanoramen, die ich mit dem Falcon und der Sony alpa7R fotografiert habe. Für diese Aufnahmen wird eine auf dem Kopter installierte Software genutzt, die planmäßig das Innere einer gedachten Kugel um den Kopter herum lückenlos ablichtet. Für die gezeigten Luftbildpanoramen reicht etwas mehr als eine Halbkugel (eine Schüssel).

Die mit 36MP hochaufgelösten Einzelfotos werden zu einem Panorama "gestitcht" (zusammengenäht). Die Software stellt in einem ersten Schritt die Gemeinsamkeiten zwischen benachbarten Fotos fest und registriert die Stellung der Fotos zueinander, die bei einer Überlappung die geringsten Widersprüche ergibt.

In einem zweiten Schritt werden die Fotos für eine spezielle Projektion und gewähltes Ausgabemedium kombiniert.

Für einen Druck heißt die Aufgabe, eine eigentlich unendlich große Fläche (bis zum Horizont ... und da geht's noch weiter ...) auf eine endlich große Fläche abzubilden, ohne dass Inhalt verloren geht. Das geht nur, wenn man eine Verzerrung in Kauf nimmt, die die Umgebung zum Rand hin immer kleiner abbildet, bis diese hinter einem scheinbaren Horizont verschwindet. Dafür wird das Panorama auf eine gedachte Kugel projiziert, die wiederum in einer Ebene (Bildschirm oder Papier) abgebildet wird. Das sieht dann aus wie die Oberfläche eines kleinen Planeten, weshalb diese Projektion auch so genannt wird: Little Planet, oder auch stereographische Projektion.

Damit die Qualität des Luftbildpanoramas vor dem Druck am Bildschirm beurteilt werden kann, benutze ich eine pfiffige Software namens Zoomify, die in Ihrem Browser mittels JavaScript (muss also aktiviert sein) genau das grafische Häppchen zur Verfügung stellt, was nach Fenster- bzw. Bildschirmgröße und Zoomstufe gerade gebraucht wird. Ausgewählte Ausschnitte werden für die Qualitätskontrolle selbstverständlich auch gedruckt.

Für die ausschließliche Wiedergabe am Bildschirm (z.B. innerhalb einer Webpräsenz) wird eine sphärische Projektion benutzt, die weitgehend die Aufnahmesituation widerspiegelt. Der Betrachter schaut wie durch ein Fenster aus Kameraperspektive auf die Gesamtszenerie. Wobei er dann auch noch zoomen und schwenken kann. Das einzelne Quellbild geht im Panorama unter. Der Betrachter bestimmt in weiten Grenzen den von ihm betrachteten Ausschnitt selbst.

Die sphärischen Projektionen werden im Normalfall in Originalauflösung bereitgestellt. Das sind ungefähr 50000 Pixel in der Horizontalen und die Hälfte in der Vertikalen. Wobei die Hälfte auch nur die halbe Wahrheit ist, weil bei einer Aufnahme aus 100m nur wenige Details über den Horizont ragen und somit der obere Teil der Sphäre praktisch keine Information mehr (außer Himmel) enthält. Deshalb spare ich mir meistens die Ablichtung der oberen Halbkugel.

Für die Präsentation wird wiederum eine Software genutzt, die den großen Pixelhaufen in Portiönchen zerteilt und diese an den anfordernden Browser abhängig von Blickfeldgröße und -auflösung ausliefert. Der Aufwand dafür ist auf meiner Seite recht groß (es sind u.a. je Panorama um die 10000 Dateien auf den Server zu übertragen), aber der resultierende Traffic zum Empfänger (also zu Ihnen) ist verblüffend gering.

Runde Vorschaubilder zeigen die stereografische Projektion. Einige führen weiter zur Präsentation mit Zoomify. In den animierten Fenstern werden die sphärischen Projektionen gezeigt. Man kann sich von den Animationen auch berieseln lassen (Vollbild auf jeden Fall ausprobieren - läuft es flüssig, ist es schön), aber ergiebiger ist das Stöbern in den Pixeltiefen. Dazu sollte man auf jeden Fall die Funktionsbuttons erkunden.