5273 Rüttelstopfsäulen

Ausschnitt aus dem Absteckplan
Ausschnitt Absteckplan

variabler Länge und Dicke mussten für die Gründungen einer Brücke in variablem Raster in den Untergrund eingebracht werden. Wegen des Zeitdrucks wurde in mehreren Schichten und mit mehreren Maschinen gearbeitet. 

Für die Absteckung hätte die begleitende Vermessung ebenfalls in mehreren Schichten mit den entsprechenden Kosten arbeiten müssen. Nach Erörterung der Voraussetzungen und Möglichkeiten (u.a. war eine feste Baustellenbasis vorhanden) wurde beschlossen, die Crew vor Ort mit einem GPS-Empfänger Leica GPS1200 mit Korrekturdatenempfang über Funk auszustatten. Der Empfänger wurde mit den notwendigen Daten geladen und so vorkonfiguriert, dass der Aufwand für den Bediener minimiert war:

  1. anschalten
  2. auf Fixing warten (der Empfänger erreicht cm-Genauigkeit)
  3. in die Nähe des (nächsten) abzusteckenden Punktes gehen
  4. "bei Nummer" wählen
  5. abstecken (Ziel markieren) 
  6. Absteckung registrieren  und weiter bei 3.

Gerade die Option "bei Nummer" wählen zu können erleichtert die Arbeit mit den vielen hauptsächlich regelmäßig angeordneten Punkten ungemein. Das Gerät schlägt den der aktuellen Position nächsten Sollpunkt zur Absteckung vor. Da die Kollegen ihr Raster kennen und sich entsprechend grob positionieren können, findet das Gerät auch schnell den tatsächlich abzusteckenden Punkt. Damit kann der absteckende Kollege seine Arbeit vor Ort weitgehend ohne Listen und Pläne ausführen. Selbstverständlich ist auch die Eingabe oder die Auswahl eines bestimmten Punktes über die Tastatur möglich Einem Schlüssel in der Punktbezeichnung konnten Solldurchmesser und -tiefe entnommen werden, so dass auch dafür die Planungsunterlagen weitgehend entbehrlich waren.

GPS 1200 mit Erstabsteckung Rüttelstopfsäulen
Teile der Erstabsteckung mit GPS 1200

Die Erstabsteckung wurde noch durch uns gemacht. Die Übergabe dieser Absteckung wurde mit einer Einweisung in die Gerätebedienung und die Abstecktechnologie verbunden. Danach hörten wir knapp 2 Monate lang bis Auftragsende außer bei den regelmäßigen Visiten vor Ort nichts mehr von den ausführenden Kollegen. Nach Abschluss der Arbeiten wurde das Verfahren von allen Beteiligten als optimal für das gegebene Problem beurteilt.